Recherche hört nicht auf

Unterwegs als Musketier im Freilandmuseum bei Schwäbisch Hall

03. bis 05. April. Am Osterwochenende tausche ich Schreibtisch gegen Schwarzpulver.

Im Hohenloher Freilandmuseum bin ich mit meiner historischen Gruppe „Regiment Johann Wolf“ dabei. Mit Luntenschlossmuskete, Ausrüstung und allem, was dazugehört. Keine Theorie, sondern Praxis.

Warum das wichtig ist? – Weil sich Geschichte nicht am Schreibtisch erschließt.

  • Wie fühlt sich eine Muskete wirklich an?
  • Wie lange dauert ein Ladevorgang unter Stress?
  • Wie riecht Schwarzpulver nach mehreren Schüssen?
  • Wie bewegen sich Menschen in dieser Ausrüstung – nach Tagen, nicht nach Minuten?

Genau solche Fragen entscheiden darüber, ob eine Szene glaubwürdig ist oder nicht.

Ich schreibe „Tinte und Schwert“ nicht aus der Distanz. Ich will wissen, wie sich diese Welt anfühlt – körperlich, direkt, ungefiltert. Dazu gehört auch, selbst im Rauch zu stehen.

Die Recherche für die Reihe läuft weiter. Und sie hört auch nach dem ersten Band nicht auf.

Wer am Osterwochenende vor Ort ist: Kommt vorbei. Sprecht mich an. Schaut euch an, wie Geschichte wirklich funktioniert – nicht geschniegelt, sondern so, wie sie war.