Die erschreckende Realität

Spätabends sind wir in Accra, Ghana, gelandet. Wir waren so müde, dass wir es nicht einmal zum Bier an der Bar schafften.

 

Das Labadi Beach Hotel!

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Die frühe Morgensonne weckte mich am nächsten Tag, Palmen begrüßten mich winkend durch das Fenster. Gut gelaunt ging ich zum Strand. Ich freute mich auf die leichte Meeresbrise, auf das Geräusch der trägen Brandung, auf das Gefühl des Sandes zwischen den Zehen, auf Barfuß-Joggen.

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So früh am Morgen sind noch keine Hotelgäste am Strand. Der Liegebereich vor dem Hotel ist abgetrennt und wird bewacht, um zu verhindern, dass die Gäste von Einheimischen belästigt werden.

 

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So sieht der Strand direkt vor dem Hotel aus.

 

 

 

Was ich dann jedoch sah, verschlug mir die Sprache.

MÜLL!!!

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Vor allem Plastikmüll hatte sich am Strand angehäuft. Der Strand vor Accra erstickt im Müll. Das Barfußlaufen wurde mir schnell verdorben. Nachdem ich zweimal in scharfe Plastikteile getreten bin, gab ich auf. Mit einem letzten Blick auf die Müllberge trollte ich mich traurig zurück zum Hotel.

Wenn am Strand schon so viel Müll liegt, wie sieht es dann wohl im Meer aus?
Ich muss an die Worte der Meeresbiologen denken, die vor dem Plastikmüll im Meer warnen. Fische und andere Meerestiere verfangen sich in Mülltüten, aufgegebenen Fangnetzen und anderem Mist, der nicht ins Meer gehört. Inzwischen ist es normal, dass man Mikroplastik in Fischleibern findet. Das Mikroplastik haftet auch an Algen. Letztendlich landet das Plastik über die Nahrungskette auf unseren Tisch. Ersticken wir in unsrem eigenen Müll? Vielleicht verdienen wir das.

Was ist los mit uns Menschen? Warum erkennen wir nicht die zwingende Notwendigkeit, unsere Umwelt besser zu behandeln? Was kann ich dagegen tun? Was können wir dagegen tun?