Einblick in die Recherche

Nairobi

Mai 2014

Am späten Samstagabend landeten wir aus Johannesburg kommend in Nairobi. Vier Tage frei! Den Flug hatte ich angefordert, weil ich hier in Nairobi für mein Buch recherchieren wollte.

Vor dem Abflug hatten wir erfahren, dass wir nicht wie gewohnt im Sankara Hotel in der Stadt eingebucht waren, sondern im Hotel Ole-Sereni in der Nähe des Airports. Bombenanschläge wenige Tage vorher machten unsere Firma nervös und für den Fall, dass die Situation wieder einmal eskalieren würde – so wie im letzten September – wäre eine Evakuierung nun zum Airport schneller und sicherer durchführbar.
Ich hatte mir ein straffes Programm vorgenommen und ich wusste, dass es gefährlich werden konnte.
Am Montagmorgen erwartete mich John, mein Fahrer, mit seinem Toyota  vor dem Hotel. Ich kenne den alten John schon seit Jahren und ich vertraue ihn. Er ist allerdings ein Schlitzohr und liebt es, den ausgehandelten Preis für seinen Service mit kuriosen Argumenten in die Höhe zu treiben.

 

Erste Station: Kibera

Einer der größten Slums der Welt. Etwa eine Million Menschen leben dort. In Kibera wollte ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Zum einen wollte ich Informationen für einen Charakter in meinem Buch sammeln und zum anderen wollte ich Geld spenden. Es ist nicht ungefährlich, in diesen Slum zu gehen, doch ich war schon einige Male dort gewesen und wusste, wie ich mich zu verhalten hatte … glaubte ich zumindest.

Die Arbeitslosenrate in Kibera beträgt über 50%! Entsprechend hoch sind die Kriminalität und die Ausweglosigkeit vieler Slumbewohner. Verzweiflung führt daher schnell zu Aggressionen. Alkohol ist ein weiteres Problem. Es gibt dort ein selbstgebrautes hochprozentiges Gesöff. Dieses Teufelszeug schütten sich viele Arbeitslose schon am Morgen in den Hals, und am Nachmittag sind sie unzurechnungsfähig. Gestern hatte ich im
lokalen Fernsehsender gesehen, dass es in Nairobi einige Todesopfer wegen dieses Gebräus gegeben hatte. Als ob es nicht schon genug Probleme gäbe.


Lehm und Blech ist das Baumaterial der Hütten. Wenn man mit dem Auto durch das Slum fährt, dann sollte man mit Schrittgeschwindigkeit fahren. Die Wege – nach Regen sind es Schlammpisten,  wären eine gute Teststrecke für einen Geländewagen. Schlaglöcher und Spurrillen so tief, dass man Feuchtbiotope daraus machen könnte, wenn sich nicht der stinkende Abfall und die Kloake darin suhlen würden. In den letzten Tagen ist kein Regen gefallen. Nicht auszumalen, wie diese Wege nach einem heftigen Niederschlag aussehen würden.
Menschen laufen kreuz und quer über die Schlammpiste und zwischen den Lehm- und Blechhütten umher. Man ist gefangen in seinem Wagen.


Alle paar Meter muss man anhalten, um Hunde, Ziegen, Kinder, Händler oder Menschengruppen nicht zu überfahren. Es wird einem plötzlich bewusst: man ist verletzlich und angreifbar. Man ist ausgeliefert. Der Fahrzeuginnenraum bietet ein falsches Gefühl von Sicherheit. Nun ist es schon öfters vorgekommen, dass „Weiße“ aus dem Fahrzeug heraus Geld verteilt haben. Eine noble Geste. Eine bescheuerte Geste! Zumindest hier, mitten in Kibera. Schon oft genug wurden diese Fahrzeuge von den Slumbewohnern verfolgt und die Insassen ausgeraubt. Auch sind Fälle bekannt, in denen diejenigen Slumbewohner, die keine Almosen abbekommen hatten, Steine nach den Autos geworfen haben.

Friseur-Salon in Kibera

Hier war ich also mittendrin in Kibera. John rollte mit seinem Wagen langsam durch die Schlaglöcher. Erstaunlich, was so ein Toyota alles aushält. Aus Erfahrung und aus Erzählungen wusste ich, dass auch das Fotografieren heikel sein konnte. Die Slumbewohner reagieren sehr verärgert darauf.

Man konnte diese Anspannung, diese abwartend aggressive Haltung der Menschen spüren. So wenig wie möglich auffallen, war die beste Taktik. Die Aufnahmen, die hier zu sehen sind, habe ich heimlich gemacht.
„Wir sind bald durch,“ sagte John in leisem Ton. Wohl mehr, um sich selbst zu beruhigen. Er behauptete zwar, dass er sich in Kibera auskannte und schon öfters hier war, aber mir kamen Zweifel. Die Minuten dehnten sich, kamen einem viel länger vor. Es stimmt! Zeit ist relativ. Eine Minute fühlte sich für mich so lange an wie eine Minute beim Tauchen ohne Flasche.

Eine gefühlte Stunde später, es waren knapp zwanzig Minuten vergangen, wurde der Weg spürbar besser und bald darauf hatten wir wieder eine befestigte Straße unter den Rädern.

 

Nun konnte ich mich wieder ungestört auf meine „Mission“ konzentrieren: Frauen, vorzugsweise mit Kleinkind, gehörten zu meiner Zielgruppe. Ich wollte Fotos von den Frauen machen und mich ein paar Minuten mit ihnen unterhalten, um Informationen für mein Buch zu bekommen. Die Frauen waren ausnahmslos misstrauisch. Aber John half mir, den Argwohn der Frauen zu nehmen. Er sprach in Suaheli mit ihnen, und schnell erkannten die Frauen, dass sie vor
mir keine Angst zu haben brauchten.

 

Als Belohnung dafür, dass die Frauen bereit waren, mit mir zu sprechen, habe ich ihnen Geld gegeben. Für die kenianischen Frauen war es eine fürstliche Entlohnung, für einen Europäer war es ein kleiner Betrag. Es ist einfach, Freude zu erzeugen.

 

 

Nächste Station: Eastleigh

Das Somalier-Viertel von Nairobi. Normalerweise kein Problem, dorthin zu gehen. Aber erst vor einigen Tagen, genauer am 5. Mai 2014, zündeten einige Selbstmordattentäter in Nairobi mehrere Bomben. Das Resultat: 6 Menschen wurden dabei getötet, und 62 weitere verletzt. Die Terroranschläge häufen sich. Erst im September wurden beim bis dahin schlimmsten Anschlag in einem Einkaufszentrum in Nairobi 68 Menschen getötet. Dieser Vorfall ging durch die Weltpresse. Hinter den Anschlägen steckte die somalische Terrorvereinigung al-Shabaab. Diese Gruppe bekämpft das regierende System in Somalia. Sie rächten sich hier in Nairobi für die Tatsache, dass kenianisches Militär die somalische Regierung unterstützt. Kein Wunder, dass die Ordnungshüter nervös waren. In Eastleigh war die der Polizeipräsenz deutlich spürbar. Radikale „Säuberungsaktionen“ der kenianischen Armee, bei denen innerhalb der letzten Monate hunderte von Somalis – die meisten von ihnen wohl nicht beteiligt an irgendwelchen al-Shabaab Aktionen – verprügelt und verhaftet wurden, heizten die Stimmung auf bis zum brodelnden Siedepunkt. In Y-tube findet man diesbezüglich interessante Videos. Wenn man Terror, Wut und Aggression im eigenen Land fördern will, ist diese Vorgehensweise der Regierung genau richtig. Am Vortag hatte ich eine E-Mail an die deutsche Botschaft in Nairobi geschickt. Ich wollte die offizielle Meinung dazu hören, ob ich mit den Wagen nach Eastleigh fahren konnte. Die Antwort kam am Montagnachmittag. Zu spät für mich. Da war ich schon mittendrin in Eastleigh. Die Botschaft hatte natürlich dringend davon abgeraten. Aber ich vertraute John und meiner Intuition.

 

Ein “Checkpoint”. Eine Straßensperre
Ein Helikopter kreiste ständig über dem Viertel

 

 

 

 

 

Allerdings schien das Leben hier in Eastleigh wie gewohnt zu laufen. Die Straßen waren voller Menschen, und der muslemische Einfluss war deutlich zu sehen. Ich wollte mit einigen Somalis sprechen um Informationen für mein Buch zu sammeln. Darin geht es um somalische Terroristen, die im Jahr 2010 einen Anschlag auf ein Flugzeug planen. Fiktiv natürlich. Und da ich nun schon mal in Nairobi war, nutzte ich die Gelegenheit, um im Somali-Viertel zu recherchieren. John parkte den Toyota und ich ging in ein Café um einen Somali zu finden, den ich interviewen konnte. John wartete im Auto. Der Wachmann am Eingang des Cafés war freundlich zu mir und verwies mich an einen Kellner. Ein etwa 30-jähriger Somali. Er war schnell bereit, sich mit mir zu unterhalten. Nach wenigen Minuten hatte ich genügend Informationen. Ich verließ das Café und fand den Toyota verschlossen. Von John keine Spur, und so nutze ich die Zeit, um ein paar Bilder mit meinem iPhone zu schießen. Sofort reagierte darauf eine Gruppe von somalischen Männern, die etwa zwanzig Meter entfernt rumgammelten. Ihr Anführer pöbelte mich aggressiv an. Ich steckte mein Handy weg und ignorierte ihn. Plötzlich wurde ich unsanft am Ärmel gezogen. Eine Frau mit Gesichtsschleier verlangte mit ausgestreckter Hand Bares. Auch die Moslembraut ignorierte ich. Zum Glück kam John gerade aus dem Café. Er war beim Pinkeln.

„John, lass uns gehen. Sofort!“ Er erkannte die Situation und eilte zum Wagen. Inzwischen rückten mir bereits drei muslemische Frauen auf die Pelle. Lautstark und fordernd bedrängten sie mich. In die rumgammelnde Männergruppe kam Bewegung und die ersten der Gotteskrieger standen auf, und liefen auf uns zu. Die Situation drohte zu eskalieren. Aber wir hatten es geschafft und saßen Augenblicke später im Wagen und fuhren weg.

John wollte nicht tiefer in da Viertel hineinfahren. Das war sicherlich vernünftig. Ich schoss noch einige Bilder aus dem Auto und wir verabschiedeten uns von Eastleigh. Genug Eindrücke für mein Buch.

Letzte Station: Flughafen

Wir machten uns auf den Weg zum  Airport. Der Verkehr in Nairobi ist schwierig zu beschreiben. Von Rücksichtsvoller Fahrkultur ist hier nichts zu spüren. Wo haben die bloß ihren Führerschein gemacht? Und immer wieder Staus. Die Luft war geschwängert von Abgasen und gelegentlich auch von Rauch. Immer wieder konnte man irgendwo eine offene Feuerstelle erkennen. Keine Ahnung, wofür die Leute ihre Feuerchen machten. Eine Klimaanlage gab es natürlich nicht in Johns Toyota und wir hatten die Fenster meistens geöffnet um nicht zu ersticken. Die Nachmittagssonne erhitzte ein Gebräu aus Dunst, Abgasen, Jauchegestank, Rauch und Schweiß zu einem zähen Brei. Mein Hemd klebte klatschnass auf meiner Haut. Irgendwann hatten wir es geschafft und wir waren im nordöstlichen Gebiet außerhalb des Airports.
„Wir dürfen hier nicht fahren“, monierte John besorgt.
„Wieso nicht?“
„Sperrgebiet. Nicht öffentlich.“
„Ich habe kein Schild gesehen, das die Weiterfahrt verbieten würde.“
„Kein Schild. Aber jeder aus Nairobi weiß, dass man hier nichts zu suchen hat. Dieses Gebiet wird von der Armee überwacht.“
Oh John, musst du immer überredet werden? Wahrscheinlich eine Taktik, um den ausgehandelten Preis in die Höhe zu treiben, dachte ich zumindest.
„Ach was, dann werden wir einfach den nächsten Soldaten ansprechen und ihm unsere Absicht erklären.“

Ich sollte schnell feststellen, dass es naiv und falsch war, von einer europäischen Mentalität auszugehen. Nach einigen Minuten passierten wir den ersten Wachturm. Der Soldat schaute uns kritisch hinterher. Weitere fünf Minuten später das nächste Wachhäuschen, diesmal mit zwei Soldaten. John war nun sichtlich nervös. Ich besänftigte ihn: „Fahr zu den beiden Soldaten hin. Ich werde mit ihnen reden.“ Damit konnte ich John zumindest etwas beruhigen. Mich auch. Der größere der beiden Soldaten begrüßte mich skeptisch, aber nicht unfreundlich. Ich erklärte den beiden, dass ich ein paar Bilder machen wollte für mein Buch über einen somalischen Terroranschlag, das ich zu schreiben gedachte. Während ich ihnen das erklärte, fiel mir auf, wie bescheuert sich das anhören musste. Der zweite der beiden Soldaten, ein kleiner untersetzter Kenianer, durchdrang mich mit seinem ernsten, dunklen Blick. Seine Waffe, ein deutsches G3 Gewehr, hielt er mit beiden Händen schräg vor seinem Körper. Ich konnte die Ausdünstungen der beiden riechen, und es roch nach Waffenöl. Der Sicherheitsstreifen um den Flughafen war etwa einen Kilometer breit. Dieses Gebiet wurde rund um die Uhr bewacht. Und ich dachte in meiner Naivität, dass das Gebiet außerhalb des Flughafenzauns für jedermann zugängliches, öffentliches Terrain ist. Weit gefehlt. Nun stand ich also hier, im Sperrgebiet des Airports, mit zwei Soldaten diskutierend, die Waffen in den Händen hielten. Kam der Schweiß, der mir über die Stirn lief, von der glühenden Sonne? Ich wollte nur noch weg von hier. Aber es war zu spät. Die Soldaten unterhielten sich auf Suaheli und entschieden, dass einer von ihnen mit uns zu ihren Vorgesetzten fahren würde. Der war etwa zwei Kilometer weiter in einem Gebäude zu finden.

Auf der Schotterpiste wurde Johns Toyota mal wieder auf Geländetauglichkeit geprüft. Der Toyota bestand die Bewährungsprobe mit Bravour.
Wir stoppten außerhalb des Zaunes, der das gemauerte, große Gebäude weiträumig umschloss. Zäune überall. Wir waren umzingelt davon. Unser Eskort-Soldat gab uns zu verstehen, dass wir warten sollten, während er seinen Boss rief. Der kam eine Minute später auf uns zugelaufen. Unser „Eskort-Service“ schlüpfte durch ein Loch im Zaun, um seinem Boss entgegenzulaufen. Die beiden unterhielten sich für einige Minuten. Ich stieg aus dem Wagen, lief zum Zaun und wartete. Immer noch frohen Mutes, da ich mir ja keines Vergehens bewusst war. Die beiden Soldaten kamen auf mich zu. Nur der Zaun zwischen uns. Der Chef hatte eine Kalaschnikow in seinen Händen. Beide glotzen mich mit ernster Miene an. So, wie man es in manchen Filmen sehen kann, kurz bevor jemand erschossen wird. Oh Mist. „IDENTIFICATION“ bellte mich der Soldatenführer an. Ich reichte ihm meinen Crew-Ausweis durch den Zaun. Er schaute ihn sich prüfend an und schüttelte den Kopf.

„OFFICIAL PASSPORT “ Im gleichen Ton wie zuvor. Kenianischer Soldatencharme. Das konnte ja heiter werden.

„Tut mir leid, ich habe nur diesen Ausweis dabei.“

„Du kannst nicht ohne Ausweis in Kenia rumlaufen.“ Die Freundlichkeit hatte er definitiv nicht erfunden. Ich schätzte, dass ich sein Nachmittagsschläfchen gestört hatte.

„Aber ich habe nie meinen Ausweis dabei, wenn ich in Nairobi unterwegs bin“, war meine klägliche und nicht sehr intelligente Antwort.

Ich erklärte ihm mein Anliegen und fühlte mich immer schlechter dabei, weil ich zum einen erkannte, dass es gar nicht so wichtig war, Bilder von dieser Gegend für mein Buch zu machen, und zum anderen hatte ich ja schon einige Bilder geschossen. Das durfte der Soldatenhäuptling aber nicht erfahren. Hoffentlich wollte er nicht mein iPhone haben, um die bereits gemachten Bilder anzuschauen. Wir diskutierten einige Minuten, dann schlüpften er und unser Eskort-Service durch das Loch im Zaun auf meine Seite und ging zum Wagen, zu John. Wieder eine Diskussion. Hier in Kenia wird viel diskutiert. Sie unterhielten sich in Suaheli. Dann sprach John zu mir.

„Sie wollen uns verhaften.“ Oh Verdammt! Damit hatte ich nicht gerechnet. Jetzt war mir definitiv nicht von der Sonne heiß. Ich stellte mir vor, wie ein Soldatenknast in Kenia aussehen würde. Stiernackige, stinkende Wärter? Verwanzte Matratzen auf dem kalten Boden? Ungenießbarer Matsch aus einem dreckigen Blechgeschirr? Ich sammelte mich und fokussierte mich wieder auf das Problem: Was hatten wir getan? Weswegen wollten die Soldaten uns einbuchten?

John erklärte: „Wie ich Dir schon sagte, wir hätten hier nicht reinfahren dürfen. Sperrgebiet.“ Vorwurf in Johns Stimme. Ist ja schon gut. Ich habe verstanden. Aus einer Mischung von Arroganz und Dummheit hatte ich John überredet, in dieses Sperrgebiet zu fahren. Was nun? Würde sich bestimmt nicht gut bei meiner Firma machen, wenn ich Depp aus eigener Schuld eingelocht werde. John fragte den Soldatenhelden nach seinem Namen. Das hätte er lieber nicht tun sollen. „Mein Name geht dich nichts an“ aggressiv kam die Antwort. Natürlich. Dabei griff der Soldatenhäuptling seine Kalaschnikow etwas fester. Mit seinem Verhalten machte er uns unmissverständlich klar, wer hier das Sagen hatte. Ich glaube, es wäre gut, Soldaten, die ihre Waffen schussbereit in den Händen halten, nicht zu reizen. Aber John erkannte seinen Fehler und beschwichtigte den Soldaten. Gut so, lieber John.

„Er will Geld“ sagte mir John. Ach so ist das! Schmiergeld. Na gut, ich gab dem Solaten-Häuptling 1000 Shilling. Das sind etwa 8 Euro. Der Häuptling schaute mich missmutig an. Er wollte natürlich mehr haben. Ich hatte zwar noch mehr Geld dabei, aber ich wollte nicht mehr bezahlen. Aus Prinzip. Meine Prinzipienreiterei hat mich schon öfters in Schwierigkeiten gebracht, aber diesmal hatte ich Glück. Der Soldat gab sich doch tatsächlich mit den 1000 Shilling zufrieden und er erlaubte unseren Rückzug. Wir setzen den finster dreinblickenden Eskort-Soldaten wieder bei seinen Kollegen am Wachhäuschen ab und schauten zu, dass wir schnell aus dieser Sperrzone abhauen konnten.

Genug erlebt für einen Tag. John kämpfte sich durch den Verkehrskollaps und setzte mich an meinem Hotel ab. Kaum auf meinem Zimmer angekommen, checkte ich meine Mails. Dienstplanänderung! In ein paar Tagen musste ich nach Lagos fliegen, mit zwei Tagen Aufenthalt! Gegen Lagos ist Nairobi noch ein Paradies.